Commiphora myrrha

Illustration aus Köhler’s Medizinal-Pflanzen – Myrrhe – Commiphora myrrha: A) Teil eines beblätterten Astes in natürlicher Größe; B) Zweigende mit Früchten, desgl.; 1 Blatt, vergrößert; 2 männliche Blüte von Bals. Ehrenbergianum personalised glass water bottles, nach Berg, desgl.; 3 weibliche Blüte derselben Art, gleichfalls nach Berg, desgl.; 4 und 5 Frucht, natürl. Größe..

Commiphora myrrha ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Die ursprüngliche Heimat ist das nordöstliche Kenia, das östliche Äthiopien, Djibouti, Somalia und auf der arabischen Halbinsel Oman sowie Jemen. Aus seinem Harz wird die Myrrhe gewonnen.

Commiphora myrrha ist besonders bezüglich der Laubblätter sehr variabel.

Commiphora myrrha wächst als laubabwerfender, stämmiger Strauch oder kleiner Baum, meist mit nur einem kurzen Stamm und erreicht Wuchshöhen von bis zu 4 Meter. Die äußere silbrige, weißliche oder bläulich-graue, glatte Borke schält sich in großen pergamentartigen Stücken ab und die grünere untere glatte Borke wird sichtbar. Aus den flüssigen, kaum duftenden Exsudaten entsteht ein hartes, durchscheinendes, gelbliches Gummiharz. Die knorrigen Äste besitzen Dornen.

Die zu mehreren an Lang- und Kurztrieben zusammen stehenden Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel 1 bis 10 mm lang. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert, mit nur einem Fiederblatt oder mit noch zwei kleineren bis winzigen seitlichen Fiederblättchen. Die ledrigen Fiederblätter sind gräulich-grün bis blau-grün und sehr variabel in Größe und Form. Die Fiederblättchen können bei einer Länge von 6 bis 44 mm und einer Breite von 3 bis 20 mm elliptisch, spatelförmig oder lanzettlich sein mit spitz zulaufender, herzförmiger, gerundeter oder gestutzter Basis und gerundetem oder spitzem oberen Ende. Die Blattränder sind glatt oder besitzen sechs Zähne auf jeder Seite. Es sind drei bis vier nur schwach erkennbare Blattadern vorhanden.

Die Blütezeit liegt kurz vor der Regenzeit. Commiphora myrrha ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die eingeschlechtigen Blüten sind vierzählig. Zwei bis vier männliche Blüten stehen über jeweils einem hellbraunen Deckblatt in einem 3 bis 4 mm langen, dichasialen zymösen Blütenstand zusammen. Die Blütenstandsachse ist oft spärlich drüsig behaart. Die männlichen Blüten sind 0,5 bis 0,7 mm lang und breit. Ihre Blütenboden ist becherförmig. Ihre vier Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 4,5 mm und einer Breite von etwa 1,5 mm länglich und am oberen Ende stachelspitzig und zurückgebogen.

Ein oder zwei Früchte stehen auf einem Stiel zusammen. Die bei einer Länge von 2 bis 4 mm eiförmigen und abgeflachten Früchte sind geschnäbelt. Wenn die Früchte reif sind zerfallen sie in zwei Teile und geben den Blick auf den einzigen Samen frei. Die Samen besitzen ein leuchtend gefärbtes, fleischiges, glattes Anhängsel, auch Pseudoarillus genannt.

Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom nordöstlichen Kenia über das östliche Äthiopien football team socks, Djibouti und Somalia bis auf der arabischen Halbinsel Oman sowie Jemen.

Commiphora myrrha ist kommt meist in offenen Acacia-, Commiphora-Buschland vor. Er wächst meist in flachen Böden hauptsächlich über Sandstein. Commiphora myrrha gedeiht in Höhenlagen zwischen 250 und 1300 Meter bei Jahresniederschlagsmengen von 230 bis 300 mm.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1828 unter dem Namen (Basionym) Balsamodendrum myrrha durch Theodor Friedrich Ludwig Nees von Esenbeck in Plantae Medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen, 1, Tafel 357. Die Neukombination zu Commiphora myrrha wurde 1883 durch Heinrich Gustav Adolf Engler in Alphonse Pyrame de Candolle und Anne Casimir Pyrame de Candolle: Monographiae Phanerogamarum, Band 4, S. 10 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Commiphora myrrha (Nees) Engl. sind: Commiphora molmol (Engl.) Engl., Commiphora myrrha var. molmol Engl. Der Gattungsname Commiphora ist von den griechischen Wörtern kommis für Harz und phora für enthaltend abgeleitet.

Siehe unter Myrrhe.